„WOOOP“ -Festival im Fritz-Henßler-Haus

Dortmund. Vom 30.06. bis 04.07.2025 öffnete das Fritz-Henßler-Haus im Rahmen des vom Kulturbüro organisierten Theaterfestivals „WOOOP“ seine Türen für junge Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Tänzerinnen und Tänzer, um diesen eine Plattform zu geben, um ihre theatralen Möglichkeiten zu erproben und ihre ästhetischen Ausdrucksformen vor Publikum in einem professionellen Ambiente zu präsentieren.

Diese Möglichkeit nahmen gleich drei Theaterkurse der GSB wahr.

Der WPI-Kurs „Darstellen und Gestalten“ des 7. Jahrgangs präsentierte unter der Leitung von Ida Sons und Adriane Hermes unter dem Titel „Wenn wir träumen…“ eine temporeiche und witzige choreographische Szenenfolge, in der deutlich wurde, was im Traum alles möglich ist: Während eine Gruppe junger Mädchen sich tänzerisch auf einen aufregenden Roadtrip begab, verwandelte sich die Szenerie und ein paar BVB-Fans stritten und versöhnten sich wieder, während im nächsten Traum wilde Cowgirls energiegeladen durch einen glitzernden Salon tanzten. Dafür gab es lobende Worte von der Festivalleitung und großen Applaus aus dem Publikum.

Die Nacht und ihre Magie hatte sich auch der WPI-Kurs des 8. Jahrgangs (Leitung: Nina Brunster-Introzzi und Jennifer Kellermann) auserkoren und sich die Frage gestellt, was wohl passieren könnte, wenn die Nachtwächter in einem Kunstmuseum ihre letzte Runde gedreht haben und die Bilder zum Leben erwachen. Inspiriert von Kunstwerken aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen entwickelten die Jugendlichen eigene Texte und eine Szenenabfolge, die zwischen poetischen und gruseligen, humorvollen und temporeichen Momenten changierte. Auch hier gab es viel Applaus und Lob von den Profis.

Topact des Festivals war dann die Aufführung des Literaturkurses „Theater“ des Jahrgangs 12, der sich in seiner szenischen Collage „Der Zug ist abgefahren!“ mit dem Thema „Kommunikation“ bzw. der häufig nicht mehr gelingenden Kommunikation auseinandergesetzt hatte. Auf einem Bahnsteig und in einem Bahnabteil trafen verschiedenste Menschen aufeinander, die absurd anmutende Gespräche miteinander führten, da sie scheinbar konsequent aneinander vorbeiredeten. Nur zwei junge Liebende schienen sich damit nicht abfinden zu wollen und suchten einander im Chaos des vollen Bahnsteigs und im Zugabteil, bis sie sich schließlich am Ende wiederfanden. Happy End und großer Applaus für die engagierten Schülerinnen und Schüler sowie die Kursleiterin Nina Brunster-Introzzi.

Flankiert wurden die Aufführungen während der Festivalwoche von verschiedenen Workshops, die das Kulturbüro der Stadt Dortmund den Schülerinnen und Schülern gratis anbot, Verpflegung inklusive. Während die Achtklässler sich mit Clown Hendrik in „Bühnenpräsenz“ übten, nahmen die Schüler der Klasse sieben an verschiedenen Workshops zu Bühnenpräsenz und „Site-Specific-Theater“ teil, bei denen die unzähligen theatralen Spielmöglichkeiten abseits der Bühne  rund um das Fritz-Henßler-Haus erkundet wurden. Die Jugendlichen nahmen aus diesem Angebot viel Inspiration und neue Energie mit, die sie am 4. Juli gleich in ihre eigenen Präsentationen einfließen ließen.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Festivalwoche eine rundum gelungene Veranstaltung und nach der vielen, oft auch anstrengenden Probenarbeit unter häufig erschwerten Bedingungen einen Höhepunkt in diesem Schuljahr darstellte.

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